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Fronleichnam an der Maas
Eigentlich ist dies unsere Pfingsttour und als solche hat sie auch schon Tradition.
Für die Auswahl des Ziels war uns wichtig: Großes Gewässer für Langboote geeignet, sinnvolle Entfernung für ein langes Wochenende, diesmal ein Standquartier( Kanuclub bevorzugt).
Über eine Empfehlung und einen Bericht in der Kanu-Sport Dez. 09 kamen wir ins Land von Vla und Stroopwaffeln; an die Maas, Venlo, Kanuclub Viking.
Es war die Tour der freundlichen Leute:
Frau de Zwart von Watershap Sittard war so freundlich, uns noch die Genehmigung für die Roer auszustellen, obwohl sie schon Feierabend hatte.
Urs von der Salzwasserunion war so freundlich, den Kontakt zum KV Viking herzustellen, uns bei der Anfahrt durch die Baustellen von Venlo zu lotsen (die unser Navi natürlich nicht kannte) und uns mit Tourentips und passendem Kartenmaterial zu versorgen.
Ein Paddelkamerad aus Holland war so freundlich, uns nach einer Tour zu den Autos zurückzufahren, weil wir den Fahrradschlüssel im Auto vergessen hatten.
Die freundlichen Leute vom KV Viking, die uns einen Schlüssel vom Vereinshaus gaben, uns mit Informationen versorgten und einen ebenen Zeltplatz an der Maas mit Abendsonne gegeben haben.
Der Schleusenwärter an der Schleuse Belfeld, war so freundlich nur für uns 6 Kanuten einige tausend Kubikmeter Wasser zu“ verschleusen“.
Nicht zu vergessen, der Herr, der freundlicher Weise am ganzen Wochenende die Sonne hat scheinen lassen.
Am Donnerstag hatten wir die Maas von Asselt nach Venlo kennengelernt. Obwohl die Etappe nur ca. 18 km lang war, hatten wir hinterher lange Arme. Die Maas fließt kein bisschen, bei Gegenwind geht das Oberflächenwasser sogar stromauf. Windmühlen und kleine Backsteindörfer am Ufer – typisch holländisch. Berufsschifffahrt und Sportboote bringen mit ihren Wellen etwas Abwechslung. Hier gelangen sogar die ersten Segelversuche mit dem Kajak.
Das Highlight vom Wochenende war am Freitag die Tour auf der Roer, der holländische Teil der Rur. Dieser Teil ist naturbelassen, darf frei mäandern und sein Bett frei gestalten. Entsprechend findet man eine Kolonie von Uferschwalben und die Prachtlibelle und sogar einen Pirol.

Damit das so bleibt, wird die Zahl der Boote pro Tag per Genehmigung begrenzt. Dank Frau Zwart hatten wir die Genehmigung. Es gibt einen Einstieg, eine Pausenstelle, einen Ausstieg. Der Rest ist Natur pur. So etwas ist sehr selten geworden. Ich habe noch nie Bieber-Bissspuren an 40 cm dicken Uferpappeln gesehen, einige hat er auch schon gefällt.
Am Samstag ist in Venlo ein großer über die Grenze hin bekannter Markt. Frisches Gemüse fürs Abendessen, frischen Backfisch und Zuckerbrot sollte es sein. Vor dem entsprechend leckeren Abendessen haben wir schon mal die Fahrräder am Ziel für den nächsten Tag deponiert.
Am Sonntag nach Frühstück und stressfreiem Zeltabbau paddelten wir 15 km stromab zu einem kleinen Dorf mit Pfannekuchenhaus (Tip von Urs). Der Gegenwind hatte sich beruhigt, das Fließen der Maas war weiterhin kaum wahrnehmbar. Man konnte sich in Ruhe die Landschaft ansehen. Nach einer ausgiebigen Rast mit leckerem Pfannekuchen wurden mit den Fahrrädern die Autos geholt, die Boote verladen und es gibt über abenteuerliche Wege, die das Navi ausgesucht hat, ohne Stau nach Hause.
Text: Thomas H.